Geschichte zum Anfassen

Wie viel wiegt eigentlich die Rüstung eines Legionärs? Wie viele Kilometer kann man am Tag damit zurücklegen? Warum ist die Schildkrötenformation im Kampf so nützlich gewesen?

Diese und weitere Fragen beschäftigten die 6. Klassen des Ruperti-Gymnasiums, als sie die Möglichkeit hatten, einen „echten“ römischen Legionär kennenzulernen. Der Legionär heißt mit richtigem Namen Josef Geisberger und ist Mitglied einer Gruppe ‚Experimentelle Archäologie‘ an der Universität Regensburg. Er trat mit Tunika, Kettenhemd und Schienenpanzer auf und informierte die Schüler über die Karriere eines Berufssoldaten, angefangen mit der probatio (Musterung) bis zum Leben in einem contubernium (einer Zeltgemeinschaft von je acht Soldaten) in Kriegszeiten. Bestaunt wurde auch seine Ausrüstung: Die Nagelschuhe mussten schon stabil sein, um damit lange Märsche mit schwerem Gepäck gut zu überstehen.

Ein besonderes Highlight war sicherlich die Tatsache, dass die Schülerinnen und Schüler am Ende auch selbst die Rüstung anprobieren durften, Schilde und Waffen halten konnten und dabei angesichts des Gewichts durchaus in Schwitzen kamen. Zum krönenden Abschluss zeigte der Legionär den Schülern ‚die testudo‘ (Schildkröte), eine Formation, die die Römer im Kampf häufig anwendeten.

Insgesamt bildete der Vortrag damit einen wunderbaren Abschluss für die 6. Klassen in ihrem ersten Jahr Geschichtsunterricht.

Michael Kunze

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„Experimente antworten“ (Runde 3)

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