Vom Schmutzwasser zum Trinkwasser – wie geht das?
Ein Tag im Chemielabor der TH Rosenheim
Am 5. März erhielt der Chemiekurs der 12. Jahrgangsstufe die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Campus Burghausen zu werfen, an dem die Technische Hochschule Rosenheim ihre Chemiestudiengänge anbietet. Bereits zu Beginn wurden die Schülerinnen und Schüler im Audimax begrüßt und erhielten eine kompakte, aber anschauliche Einführung in Aufbau, Inhalte und Perspektiven eines Chemiestudiums. Dabei wurde auch deutlich, welche besondere Rolle der Standort Burghausen mit seiner Nähe zur regionalen Industrie spielt.
Im Anschluss folgte der praktische Teil des Tages, der im Berufsbildungswerk (BBiW) stattfand. In zwei aufeinanderfolgenden Laborpraktika konnten die Schülerinnen und Schüler selbst experimentieren und typische Arbeitsweisen aus dem Studien- und Berufsalltag der Chemie kennenlernen.
Im ersten Praktikum standen Kunststoffe im Mittelpunkt: Verschiedene Proben wurden untersucht, getestet und charakterisiert – ein spannender Einblick in die Materialwissenschaften, der zeigte, wie vielfältig und alltagsrelevant dieses Gebiet ist.
Das zweite Praktikum widmete sich einem umwelttechnischen Thema. Die Aufgabe bestand darin, ein mit Farbstoff verunreinigtes Trinkwasser mithilfe unterschiedlicher Verfahren aufzubereiten. Die Schülerinnen und Schüler konnten dabei selbst erleben, wie chemische Prozesse zur Lösung realer Umweltprobleme beitragen.
Zwischen den beiden Laborphasen bot die Mensa des Campus eine willkommene Stärkung.
Die Exkursion bot insgesamt einen abwechslungsreichen und praxisnahen Einblick in die Welt der Chemie und zeigte, wie vielfältig die Studien- und Berufsmöglichkeiten in diesem Bereich sind. Für viele war es ein motivierender Ausblick auf mögliche Wege nach dem Abitur.
Jürgen Huber