KI-Begleiter kritisch hinterfragt
Safer Internet Day der 7. Klassen am Ruperti-Gymnasium
Unter dem Motto „KI and me. In künstlicher Beziehung“ stand für die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen am Gymnasium Mühldorf zum Safer Internet Day 2026 am 10. Februar (SID26) die Frage im Mittelpunkt, wie sich die zunehmende Nutzung von KI-Begleitern auf unser Miteinander und vor allem auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen auswirkt.
Immer mehr Menschen nutzen KI-Bots ganz selbstverständlich in ihrem Alltag – zum Unterhalten, Flirten, Lernen, Informieren und Probleme lösen. KI-Systeme übernehmen so zunehmend Rollen, die bislang Menschen vorbehalten waren: FreundInnen, LehrerInnen, PartnerInnen, TherapeutInnen oder InfluencerInnen. Dabei können sogenannte parasoziale Beziehungen entstehen. Das sind einseitige Bindungen zu digitalen Systemen, die Nähe und Vertrautheit simulieren.
Am SID lud die Initiative ‚klicksafe‘ Schulklassen bundesweit zur SID-Schulstunde ein. Im interaktiven Livestream-Format setzten sich die 7. Klassen mit der Frage auseinander, wie KI-Bots Denken, Kommunikation und Beziehungen beeinflussen und welche Folgen aber auch Chancen aus der täglichen Nutzung entstehen. Die Lehrkräfte Patrick Chinque, Dorothea Liebl, Elisabeth Plomer, Maria Scherl, Daniel Seeharsch und Koordinator Wolfgang Hirn führten die Schülerinnen und Schüler durch den moderierten Livestream und wendeten dann im Unterricht die Inhalte auf konkrete Fallbeispiele an. Abschließend konnten die Kinder Ihre eigene „KI-Mensch-Matrix“ skizzieren oder sich mit Mark Zuckerbergs Zukunftsvision „Most of your friends will bei AI“ auseinandersetzen.
Für einen der teilnehmenden Schüler ein gelungenes Projekt: „Ich nutze zwar chatGPT noch nicht oft, aber es war interessant zu sehen, was alles möglich und auch manchmal ein Problem ist.“
W. Hirn