Smartphone erst ab 14!
Wie viel digitale Welt ist Kindern zumutbar?
1000 WhatsApp-Nachrichten über Nacht? Für manche 14-Jährige ist das längst Realität. Doch wie viel Smartphone und Social Media sind für Kinder und Jugendliche wirklich sinnvoll?
Antworten darauf gab der Suchtexperte Benjamin Grünbichler von der Suchtberatungsstelle neon beim Informationsabend des Arbeitskreises Schule, Bildung und Sport (AKS) Mühldorf am Ruperti-Gymnasium.
In seinem anschaulichen Vortrag zeigte Grünbichler, welche Mechanismen hinter Smartphones und Social Media stecken und warum Kinder und Jugendliche mit den damit verbundenen Risiken häufig noch nicht umgehen können. Seine Empfehlung ist klar: Ein eigenes Smartphone frühestens ab 14 Jahren, Social Media erst ab 16 Jahren.
Dabei geht es nicht nur um Bildschirmzeit, sondern auch um Gefahren wie problematische Inhalte, Abhängigkeit und Cybergrooming. Gleichzeitig betonte Grünbichler, dass Eltern ihre Kinder nicht allein mit Verboten schützen können. Entscheidend seien klare Regeln, verbindliche Vereinbarungen und vor allem eine vertrauensvolle Beziehung, in der Kinder jederzeit über problematische Erlebnisse sprechen können.